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Ernährung

Versteckter Zucker: So erkennst du ihn auf der Verpackung

8 min Lesezeit

Süssgetränke und Schokolade sind offensichtlich. Interessanter sind Produkte, die niemand als Süssigkeit einordnet: Tomatensauce, Salatsauce, Müesli, Fruchtjoghurt, Brotaufstriche, Fertigsuppen. Wer dort ein paar Wechsel vornimmt, senkt seine Zuckermenge deutlich, ohne auf Desserts zu verzichten.

Wie viel Zucker ist viel?

Als Orientierung gilt, dass freier Zucker möglichst unter zehn Prozent der täglichen Energie bleiben soll. Bei rund 2000 kcal sind das etwa 50 g pro Tag, also ungefähr 12 Teelöffel. Eine halbe Liter Süssgetränk kann davon bereits einen Grossteil ausmachen.

Die 25 Namen für Zucker

Zucker steht nicht immer als Zucker auf der Liste. Achte auf: Glukosesirup, Glukose-Fruktose-Sirup, Fruktose, Dextrose, Maltodextrin, Invertzuckersirup, Malzextrakt, Reissirup, Apfelsaftkonzentrat, Traubensaftkonzentrat, Honig, Melasse, Rohrzucker, Kokosblütenzucker.

Wichtig: Auch die Varianten, die gesünder klingen, sind Zucker. Apfelsaftkonzentrat im Müesliriegel wirkt im Körper nicht anders als Haushaltszucker.

Typische Überraschungen im Regal

ProduktZucker pro 100 g (Richtwert)
Fruchtjoghurt10 bis 14 g
Frühstücksflocken mit Honig20 bis 30 g
Müesliriegel25 bis 35 g
Fertige Tomatensauce4 bis 8 g
French Dressing8 bis 15 g
Ketchup20 bis 25 g
Fertige Rotkraut-Konserve8 bis 12 g

So liest du das Etikett in 20 Sekunden

  1. Zutatenliste von oben lesen. Die Reihenfolge entspricht dem Anteil. Steht eine Zuckerform in den ersten drei Zutaten, ist es ein süsses Produkt.
  2. Nährwerttabelle, Zeile davon Zucker. Vergleiche pro 100 g, nicht pro Portion, denn Portionsangaben sind oft klein gewählt.
  3. Zwei Produkte direkt vergleichen. Der Naturjoghurt daneben zeigt schnell, wie gross die Differenz ist.

Praktische Wechsel ohne Verzicht

Kinder und Zucker

Bei Kindern lohnt sich vor allem der Blick auf Getränke und Znüni. Kleine Umstellungen wirken hier stark, weil sie täglich passieren. Konkrete Ideen findest du unter Znüni und Zvieri für Kinder.

Fazit

Du musst keine Zutatenliste auswendig lernen. Wenn du bei den fünf Produktgruppen Joghurt, Frühstücksflocken, Saucen, Getränke und Riegel bewusst auswählst, sinkt dein Zuckerkonsum spürbar. Alles andere darf Genuss bleiben.

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