Fleisch ist in der Schweiz einer der teuersten Posten im Einkaufskorb. Wer nicht darauf verzichten will, kann trotzdem deutlich sparen, wenn er Sorte, Stück und Kaufzeitpunkt bewusst wählt.
Preisniveau nach Fleischart
Als grobe Orientierung gilt seit Jahren dieselbe Reihenfolge, unabhängig vom Supermarkt:
- Poulet, ganze Teile wie Oberschenkel: am günstigsten pro Kilo
- Schweinefleisch, Hals und Schulter
- Hackfleisch gemischt
- Poulet-Brust
- Rindshackfleisch
- Rindsteaks und Edelstücke: am teuersten
Der Preis pro Kilo ist die einzig sinnvolle Vergleichsgrösse. Packungen mit unterschiedlichem Gewicht wirken sonst günstiger, als sie sind.
Wo du am meisten sparst
- Grössere Stücke selber zerlegen statt vorportioniert kaufen
- Poulet-Oberschenkel statt Brust: deutlich günstiger, mehr Geschmack
- Aktionen nutzen und portioniert einfrieren
- Reduzierte Ware am Abend, wenn du sie gleich verarbeitest oder einfrierst
- Fleisch als Beilage einsetzen statt als Hauptbestandteil
Menge statt Verzicht
Statt 200 g Fleisch pro Person reichen für viele Gerichte 80 bis 100 g, wenn du mit Hülsenfrüchten, Gemüse oder Getreide ergänzt. Hackfleischsaucen, Currys und Eintöpfe funktionieren so ohne Qualitätsverlust und senken die Kosten pro Portion spürbar.
Vorsicht bei Aktionen
Nicht jede Aktion ist ein guter Deal. Prüfe immer den Kilopreis und ob der angegebene Vergleichspreis wirklich der normale Preis ist. Ein Angebot lohnt sich nur, wenn du das Fleisch auch verwerten oder einfrieren kannst.
Qualität im Blick behalten
Schweizer Fleisch ist teurer als Importware, unterliegt aber strengeren Tierschutzvorgaben. Wer bewusst weniger, aber besseres Fleisch kauft, kommt kostenmässig oft auf denselben Betrag heraus.
Fazit
Beim Fleisch entscheidet nicht der Supermarkt allein, sondern die Wahl des Stücks, die Menge pro Portion und der Kaufzeitpunkt. Wer Aktionen mit Tiefkühlplanung kombiniert, spart über das Jahr am meisten.